Dein Freund – Blog
Die erste TierBeschützerorganisation der Welt

Wir gratulieren ganz herzlich Danuta aus Hamburg zu dem Gewinn unserer Osterverlosung.

In zusammenarbeit mit unserem Hausillustrator ditrue hat DeinFreund eine StreetArt-Arbeit verlost. Hierzu möchten wir uns über die zahlreichen Zuschriften bedanken und drücken all denjenigen die Daumen, die dieses Mal nicht gewonnen haben.
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Von wegen Vatertag – heute war Großreinemachen angesagt. Seitdem mein Arbeitszimmer zu Olivs Wohn-, Schlaf- und Essbereich erweitert wurde, muss ich alle paar Wochen Oliv beim Aufräumen helfen. Oliv ist wirklich ein Schlawiner, was Chaos veranstalten und später nichts wegräumen angeht. Und während ich heute 2 Stunden wild geputzt, geschrubbt und gefegt habe, hat Oliv nur kurz und mit verschlafenen Augen aus ihrem Höhleneingang geschaut. Wahrscheinlich hat sie sich gefragt, warum ich so albern aussehe und auf allen vieren auf dem Boden rumkrieche. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, Oliv stubenrein zu bekommen, dafür verrichtet sie ihr Geschäft fast ausschließlich in den 4 Ecken des Zimmers. Warum Oliv das so macht, keine Ahnung, aber es erleichtert den Hausputz und nach getaner Arbeit duftet alles wieder blütenfrisch.
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Mein Tagebuch von Tobias Hagenbäumer

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Heute möchten wir euch das Internetmagazine Vegpool vorstellen. Dazu haben wir uns mit Kilian unterhalten, der die Seite redaktionell betreut.

Hi Kilan, schön, dass du dir Zeit für uns genommen hast.
Vielen Dank für die Möglichkeit, Vegpool vorzustellen!

Dann erzähl uns doch mal, was Vegpool ist und was du da so machst?
Vegpool ist ein Internetmagazin rund um den vegetarischen und insbesondere den veganen Lifestyle und richtet sich in erster Linie an Leute, die mit vegetarischer Ernährung noch nicht viel am Hut haben, sich aber interessiert mit einer gesunden Lebensweise auseinandersetzen.

Was kann der Leser bei euch alles entdecken?
Es gibt neben Artikeln, Produktvorstellungen und einer Wissens-Datenbank auch zum Beispiel einen Zutatencheck, mit dem Zutatenlisten von Produkten überprüft werden können. Außerdem kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz – Interviews, Projektvorstellungen und sogar eine Witzesammlung wird angeboten.

Gibt es noch Aktivitäten, die du darüber hinaus mit Vegpool verfolgst?
Vegpool ist am Kontakt und Austausch mit anderen Bloggern, Herstellern und Vermarktern aus dem Bereich Vegetarismus und Veganismus sehr interessiert! Wenn Menschen sehen, wie einfach und genussvoll eine so gesunde Ernährung sein kann, wird es viel leichter fallen, den Schritt zu wagen – für die eigene Gesundheit, für Tiere und Natur. Dabei soll Vegpool ganz praktisch unterstützen.

Danke Kilian für das nette Gespräch!
Ich habe zu danken und liebe Grüße aus Berlin.

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Dieses Interview wurde geführt von Tanja Wiemann

So wie es jetzt ist, sollte es immer sein. Ich habe ein paar Tage frei, weil ich nicht in die Uni gehe und stattdessen den lieben langen Tag Bilder male, ohne mir einen Kopf darum zu machen, was in der Kunst richtig oder falsch ist. Am liebsten mag ich die Zeit zwischen 22 und 2 Uhr. Dann kommt Oliv mich besuchen. Meistens sitze ich gerade vertieft auf dem Boden über einem meiner Bilder, wenn plötzlich Raschelgeräusche zu hören sind. Olivs Nest befindet sich aktuell in der dritten Etage meines Papierregals. Dort kann ich hören wie Oliv durch ihre Geheimgänge schleicht, die beiden Etagen runterklettert, um sich erst einmal unter dem Regal in Sicherheit zu wiegen. Nach ein paar Minuten absoluter Stille kommt Oliv zu mir rüber stolziert als wäre es das Normalste der Welt. Bei mir angelangt, geht’s ab in meinen Jackenärmel zum Nüsse knabbern. Nachdem Oliv sich satt gegessen hat, will sie meistens auf mir rumkrabbeln, oder das Zimmer unsicher machen, während ich mich wieder meinen Bildern widme. Zwischendurch spielen wir noch ab und zu das lustige Handlifterspiel, bis Oliv ihr Nachtquartier aufsucht und mich alleine weitermalen lässt. Alles umgibt eine große Selbstverständlichkeit zwischen uns, fast schon eine Art sicheren Alltagslebens. So wie es jetzt ist, sollte es einfach immer sein.
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Mein Tagebuch von Tobias Hagenbäumer

Wir von DeinFreund sind immer darauf bedacht, unser Blogangebot besser zu machen. Aus diesem Grund haben wir eine Lektorin für unser Team gesucht und auch prompt in Ann-Christin gefunden. Und ich muss sagen, dass wir wirklich überrascht waren, mit welcher Geschwindigkeit sie durch unsere Texte wirbelt. Halt eine wirkliche Rechtsschreibfee, bei der wir uns schon nach wenigen Tagen fragen, wie wir bisher ohne sie auskommen konnten.

Steckbrief
Name: Ann-Christin
Alter: 22
Tätigkeit: Psychologiestudentin
Wohnort: Landau, Pfalz

  • Lieblings-Essen: Falafel
  • Lieblings-Beschäftigung: Lesen, Musik hören, Spazierengehen
  • Lieblings Ort: Mein Balkon im Sommer

Was machst du, wenn du gerade keine Fehler korrigierst?
Wenn ich mal nicht am Fehlerkorrigieren bin, dann widme ich mich meinem arbeitsintensiven Studium. Nebenbei arbeite ich auch als HiWi an der Uni, eine Arbeit, bei der ich viel lerne und mich kreativ austoben kann. Wenn dann noch freie Zeit bleibt, streife ich mit meinem Pflegehund Akiba durch die Landauer Weinberge oder lade Freunde zu mir ein, die meine selbstgebackenen Kuchen testen dürfen!

Was bedeuten Tiere für dich?
Acht Jahre lang hatte ich die beste Freundin an meiner Seite, die man sich nur wünschen kann: Happy, ein Tibet-Terrier-Mischling mit ganz eigenem Kopf und einem riesigen Hundeherz. Freunde wie Happy können dein ganzes Leben auf eine sehr bereichernde Art und Weise auf den Kopf stellen, mit einem hohen Maß an Treue, Vertrauen und Zuneigung, wie man sie bei Menschen kaum noch kennt.

Was wünschst du dir für die Arbeit mit DeinFreund?
Mein erster Wunsch ist schon in Erfüllung gegangen: Bei einem tollen Projekt mitzuwirken und mit tollen Menschen zusammen zu arbeiten. Das Schöne an DeinFreund ist, dass eben nicht nur gezeigt wird, warum wir Tiere nicht ausbeuten sollten, sondern darüber hinaus gehend, warum es so schön und berreichernd ist, Tiere zu schützen! Ich wünsche mir natürlich, dass DeinFreund noch wächst und wächst und ich als Rechtschreibfee einen kleinen Teil dazu beitragen kann!

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Meine Gedanken spielen seit einigen Tagen verrückt, genauso wie das Wetter. Regen, Sonnenschein und Hagel im stetigen Wechsel. Vor ein paar Tagen war ich in Berlin und dabei bin ich auf einen Künstler gestoßen, der mir seither den Kopf verdreht. Mittlerweile ist mein Kopf so verdreht, dass ich drauf und dran bin, mein Studium zu schmeißen. Es kommt nicht mehr oft vor, dass mich Künstler überhaupt noch beeindrucken können. Klar finde ich verschiedene Sachen gut, aber nicht so, dass mir schwindelig dabei wird. Wie auch immer, in Berlin sind mir zwei Sachen bewusst geworden: Die Erste ist, als ich im T-Shirt durch den Sonnenschein spaziert bin, dass ich mal wieder etwas Abnehmen sollte und die Zweite, dass meine Einstellung zu meinem Zeichenkram nicht mehr der gleiche ist. Oliv hält von dem Ganzen nicht besonders viel. Sie versteht eh nicht, wie man so eine Aufregung um ein bisschen bezeichnetes Papier machen kann. Für Oliv sind meine Zeichnungen nicht viel mehr als prima Material, um daraus ein neues Nest zu bauen und vielleicht hat sie damit ja auch recht.

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Mein Tagebuch von Tobias Hagenbäumer
Heute gabs einen Leseabend. Ich habe mir gegen 19 Uhr meine Schlafanzugshose angezogen und bin mit meinem Buch ins Bett gehüpft. Ich lese zurzeit einen Krimi von Hakan Nesser, der echt spannend ist und schnell zu Ende gelesen werden will. Nach ca. 20 Minuten kam ich zu einer Textstelle, die mich nachdenklich gemacht hat. Es ging um ein Mädchen, das von einem Mann bedrängt wurde, sich aber befreien und in ein Waldstück fliehen konnte.
„Dann sank sie hinter einem moosbedeckten Fels zu Boden und wartete. So fühlt sich ein gejagtes Tier, fuhr es ihr durch den Sinn, genau so ist es, ein gehetztes Wild zu sein.“ Es ist mir schon öfter aufgefallen, dass in Erzählungen, immer dann, wenn eine Situation wirklich grässlich wird, Vergleiche mit Tieren gezogen werden, um zu verdeutlichen, wie schlecht es einem Menschen gerade geht. Das verrückte daran ist, dass genau diese Vergleiche uns Menschen eigentlich dazu bewegen müssten, Tieren kein Leid zuzufügen, da wir uns beim Lesen in die Situation des Tieres hinein versetzen. Allerdings scheinen entweder die meisten Menschen nicht 1 und 1 zusammen zählen zu können oder sie lesen einfach die falschen Bücher.
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Eine Kolumne von Tobias Hagenbäumer

„Aber von jemandem, der sich Ungeziefer in der Wohnung hält, kann man eigentlich hhhhhfffffhhh  vv  ffffffhhauch nichts anderes erwarten.“

Ich hätte beinah vergessen, wie Menschen über Oliv denken, wenn „Holger“ mich nicht erneut darauf aufmerksam gemacht hätte. Es ist nicht so, dass ich lange über solche Sachen nachdenke. Ich weiß, dass es zu nichts führt und doch erschüttert es mich jedes Mal wieder aufs Neue, weil ich mir dabei meiner Naivität bewusst werde. Klar habe ich Internet und lese Zeitung und weiß, dass Menschen anscheinend nur darin wirklich gut sind, anderen einen überzubraten. Wenn aber eine längere Zeit nichts Schreckliches oder Böses um mich herum passiert, vergesse ich schnell, dass Menschen so sein können. Und es ist im ersten Augenblick jedes Mal so als würde ich diese Eigenschaft das allererste Mal bei den Leuten neu entdecken. Wie auch immer, vielleicht sollte ich Holger einfach danken, dass er mich aus meinen Dornrösschenschlaf geweckt hat. Aber vielleicht sollte ich auch Oliv danken, da sie mir gezeigt hat, dass Tiere in vielerlei Hinsicht die besseren Menschen sind.

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Mein Tagebuch von Tobias Hagenbäumer

Zum „Internationalen Tag zur Abschaffung von Tierversuchen“ haben wir Christine Esch zum Experten-Interview geladen. Sie ist Tierärztin und derzeit Campaignerin bei PETA Deutschland e.V. für den Bereich „Vivisektion“.

Liebe Christine, worum geht es bei dem „Internationalen Tag zur Abschaffung von Tierversuchen“?
Am 24. April wird weltweit auf das Leid von Millionen von Tieren in Versuchslaboren aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.
Früher hieß der Gedenktag übrigens „Tag des Versuchstieres“, wurde aber umbenannt, um seinen Sinn – nämlich den Kampf für das Ende aller Tierversuche – noch deutlicher zu machen.

Kannst du uns erzählen, in welchen Bereichen Tierversuche durchgeführt werden und welche Ziele sie verfolgen?
Tierversuche finden nach wie vor in unglaublich vielen Bereichen statt:  u.a. für die Entwicklung und Zulassung von Medikamenten,  in der Grundlagenforschung, in der Chemikalienindustrie oder für Kosmetika und  zu Ausbildungszwecken in verschiedenen Studiengängen und Berufsausbildungen. In den letzten Jahren kommt es sogar vermehrt dazu, dass beispielsweise Zusatzstoffe für Lebensmittel an Tieren getestet werden.
Der absolute „Boom“ im Bereich der Tierversuche betrifft aber die Forschung mit genetisch manipulierten Mäusen; vor allem dieser Bereich ist dafür verantwortlich, dass in den vergangenen Jahren die Tierversuchszahlen in vielen Ländern – so auch in Deutschland – immer weiter angestiegen sind. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2010 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) knapp 2,9 Millionen Tiere in Versuchen benutzt und meist auch getötet.
Es gibt aber mittlerweile immer mehr Wissenschaftler, die die „Notwendigkeit“ von Tierversuchen infrage stellen und sich für moderne Alternativen einsetzen, die verhindern, dass weiterhin Unsummen von Fördergeldern in grausame Tierversuche fließen.

Und welche Tiere müssen in Tierversuchen leiden und sterben?
Meistens sind es Mäuse, die für Tierversuche gequält werden. Hinzu kommen Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, in den letzten Jahren vermehrt auch Fische. Aber auch Katze, Hunde und Affen müssen in Versuchen leiden und sterben, und sogar Pferde, Kühe, Schweine oder andere exotischere Tierarten kommen immer wieder zum Einsatz. Allen gemeinsam ist, dass sie in den Versuchen Angst, Stress und oft auch Schmerzen empfinden. Die Haltung dieser Tiere entspricht in den Laboren in aller Regel nicht ihren eigentlichen Bedürfnissen, allein dadurch sind viele Ergebnisse schon verfälscht.

Man hört immer wieder haarsträubende Geschichten von vermissten Tieren, die angeblich geklaut und in Labors verkauft wurden. Woher bekommen die Labors die Tiere?
Das Gesetz schreibt vor, dass die Tiere in der Regel speziell für Tierversuche gezüchtet sein müssen. Vor allem bei genmanipulierten Mäusen gibt es regelrechte Bestellkataloge, wo sich der Forscher einen Stamm von Mäusen mit bestimmten Gendefekten bestellen kann. Diese Kataloge lesen sich sehr gruselig und zeigen die Perversion und Gleichgültigkeit dieser Branche. Die Tiere werden wie Verbrauchsmaterial betrachtet, ihre Bedürfnisse und Empfindungen spielen keine nennenswerte Rolle.

Das hört sich alles so furchtbar grausam an und ich frage mich, warum Tierversuche nicht schon längst abgeschafft wurden. Gibt es denn quasi eine gesetzliche Pflicht für Tierversuche?
In manchen Bereichen leider schon, z.B. bei der Entwicklung neuer medizinischer Wirkstoffe. Aus meiner Sicht ist das völlig unverständlich, denn in den meisten Fällen reagieren Tiere ganz anders auf die Wirkstoffe als Menschen. Studien zeigen, dass die Ergebnisse kaum übertragbar sind und immer wieder müssen Medikamente, die im Tierversuch harmlos waren, wegen massiver Nebenwirkungen vom Markt genommen werden. Contergan z.B., ein Medikament das in den 60er Jahren zur Geburt Tausender schwer missgebildeter Kinder führte, hat seine schrecklichen Nebenwirkungen in keinem Tierversuch gezeigt! Aspirin dagegen wäre unter den heutigen Testvorschriften gar nicht zulassungsfähig, weil es für viele Tiere giftig ist.
Es zeigt sich aber immer wieder, dass gerade in den Bereichen, wo die Politik der Wirtschaft und Forschung Grenzen aufzeigt, auch auf Tierversuche verzichtet werden kann. So wurden beispielsweise im Bereich der Kosmetik in den vergangenen Jahren viele tierfreie Testmethoden entwickelt, weil die EU der Branche eine Frist gesetzt hat. Da war dann eine Entwicklung plötzlich möglich, weil die Konzerne gar keine andere Wahl hatten, als Geld in die Erforschung von Alternativmethoden zu stecken. Die entwickelten Methoden werden auch in anderen Branchen, z.B. im Chemikalienbereich, einsetzbar sein und so vielen Tausend Tieren das Leben retten und die Verbrauchersicherheit erhöhen. Es ist also wichtig, dass die Politik hier stärker eingreift und die Initiative übernimmt.

Du sprichst von Alternativen. Erzähl uns mehr davon.
Es gibt bereits viele tolle tierfreie Test- und Forschungsmethoden, weitere müssen entwickelt werden. Z.B. gibt es bereits Haut- oder komplette Organmodelle, an denen die Aufnahme und Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe studiert werden können. Es gibt „Minilabore“ auf Computerchips, die die Auswirkungen von Chemikalien berechnen können. Im Bereich der Forschung sind klinische und epidemiologische Studien an erkrankten Patientengruppen besonders wichtig und haben einen viel höheren Aussagewert, als wenn man Mäuse künstlich krank macht, sie in winzige Käfige sperrt, und meint, man könne Beobachtungen aus solchen Versuchen auf den Menschen übertragen.
In der Ausbildung von Medizinern kommen heute animierte Simulatoren zur Verwendung, an denen die Studenten und jungen Ärzte ohne Risiko trainieren und üben können. Solche computergesteuerten Puppen haben einen Blutkreislauf, sie atmen sogar und man kann mit ihnen die verschiedensten Notfallsituationen simulieren. Der Computer gibt dann detailliertes Feedback. Studien zeigen längst, dass eine Vorbereitung auf diese Weise viel sinnvoller und effizienter ist als das Üben an lebenden Schweinen, die nach den Trainings getötet werden.

Du hast bereits von angehenden Medizinern gesprochen und du selbst hast Tiermedizin studiert. Musstest du während deines Studiums auch Tierversuche durchführen?
Leider ist in vielen naturwissenschaftlichen Studiengängen das Üben an lebenden Tieren oder auch die Sektion eigens für diesen Zweck getöteter Tiere noch Alltag. Ich bereue mittlerweile, dass ich im ersten Semester zu schüchtern und naiv war, um zu hinterfragen, wo die Tiere herkommen, die ich im Anatomiekurs seziert habe. Im Zoologiekurs später habe ich dann die Sektion einer Ratte, die eigens für mich getötet worden wäre, verweigert.
Hier tut sich mittlerweile einiges. Immer mehr Unis richten spezielle „Sim Labs“ ein, also Räume, in denen die Studenten mit modernsten Simulationsmethoden auf den Ernstfall vorbereitet werden. Erst wenn sie sich sicher genug fühlen, dürfen sie erfahrenen Ärzten assistieren und werden auf diese Weise langsam an ihre Aufgaben heran geführt.
Erfreulicherweise gibt es auch immer mehr Studenten, die sich aus ethischen Gründen weigern, Tierversuche zu machen. So hat z.B. eine Gruppe Studierender in Mainz kürzlich durchsetzen können, dass es ab sofort an der Uni Mainz ein sogenanntes „Tierverbrauchs-Verweigerungsrecht“ gibt, d.h. Studenten bekommen keine schlechteren Noten, wenn sie nicht an toten oder lebenden Tieren studieren wollen, sondern sie bekommen die Möglichkeit, stattdessen anhand von Alternativmethoden den entsprechenden Kurs zu absolvieren.
Solche Entwicklungen sollten natürlich jedem Studierenden Mut machen, sich zu engagieren, denn dadurch kann man viel bewirken.

Was kann jeder Einzelne von uns für die Tiere tun?
Letztendlich geht es immer darum, sich im eigenen Umfeld zu engagieren. Jeder kann z.B. darauf achten, nur Kosmetik von Firmen zu kaufen, die auf Tierversuche verzichten. Eine Liste solcher Hersteller findest du z.B. auf www.peta.de/kosmetik. Außerdem gibt es immer wieder unterstützenswerte Kampagnen und Petitionen im Bereich Tierversuche, man kann an Demos teilnehmen, Infostände organisieren oder über seine sozialen Netzwerke auf die Probleme aufmerksam machen. Es ist einfach wichtig, dass die Sensibilität für das Thema weiter steigt, denn nur dann wird sich etwas bewegen.

Was wünscht du dir für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass kein Tier mehr in einem Versuchslabor leiden und sterben muss und ich bin überzeugt davon, dass ich den Tag erleben werde, an dem dieser Irrsinn ein Ende hat. Und ich wünsche mir, dass Verantwortliche in Politik, Forschung und Wirtschaft innehalten und einmal hinterfragen, ob es sinnvoll ist, was sie da tun, nur weil es seit Jahrzehnten so gemacht wird. Nur dann kann der Weg geebnet werden für eine Modernisierung, die letztendlich Tier, Mensch und Umwelt gleichermaßen zu Gute kommen wird. Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, in dem er das Thema am Leben hält und sich dafür einsetzt.

Vielen lieben Dank, Christine, für deine ausführlichen Antworten!

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Dies Interview wurde von Tanja Wiemann geführt.

Gestern war Olivs großer Tag. Ich habe mich extra schick gemacht und Olivs Zimmer aufgeräumt. Danach musste ich noch die letzten Vorbereitungen für die Geburtstagsparty treffen, wie Olivs Lieblingsessen kochen und eine Packung Cashewkerne aus dem Bioladen als Geschenk verpacken. Und wie der große Augenblick gekommen war, funktionierte plötzlich der Fotoapparat nicht mehr. Toll, das heißt keine Bilder für das Familienalbum. Oliv und ich haben natürlich trotzdem toll gefeiert. Am Anfang wusste Oliv nicht genau was das alles sollte, aber als sie ihre Geschenke sah, hat sie sich wirklich gefreut. Zuerst kostete Oliv von dem Kartoffelbrei, mit Bananenmansche und Mandelsplitt, um im Anschluss mehrere Cashewkerne in ihrem Versteck zu bunkern. Oliv war schon ziemlich aufgedreht und wollte von mir überall hingetragen werden, saß in meiner Jacke, wollte noch mal einen Cashewkern in ihr Versteck bringen und auf einer neuen Ästekonstruktion herumkrabbeln, die ich ihr gebaut hatte. Es war wirklich ein ganz toller Geburtstag und ich dachte mir, warum nur jedes halbe Jahr feiern? Die nächste Geburtstagsfeier kommt bestimmt, und zwar bald.

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Mein Tagebuch von Tobias Hagenbäumer